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Für Shops

Erste Bestellung ohne Lager: in 8 Schritten zum Paket

Pakete innerhalb Deutschlands versenden ohne eigenes Lager: vom leeren Konto zur zugestellten Bestellung in 8 Schritten, mit Kosten und Checkliste.

· 9 Min. Lesezeit

Inhalt

Kurz gesagt

  • Pakete innerhalb Deutschlands versendest du ohne eigenes Lager, indem du einen Karton Bestand zu einem geprüften Versender schickst, der jede Bestellung packt und bei DHL, DPD, GLS oder UPS abgibt. Pro kleinem Paket zahlst du rund 3,10 € plus Label; ein Paket bis 2 kg kostete am 26. September 2026 innerhalb Deutschlands 4,70 € reinen Paketdiensttarif.
  • Vom Konto bis zur zugestellten Bestellung sind es 8 Schritte, die meisten dauern Minuten. Nur der Karton unterwegs zum Versender dauert Tage.
  • Du zahlst aus einem Guthaben, das du vorher auflädst, ab 5,00 €. Den genauen Betrag jeder Bestellung siehst du, bevor du sie anlegst.
  • Den Versender wählst du über seine Karte: Abzeichen, Übergabezeit, Vergütung pro Größe, Paketdienste, Lagerplatz, Bewertungen.
  • Stornieren geht, bis der Paketdienst das Label scannt. Der Betrag kommt als Guthaben zurück, nicht auf deine Karte.
  • AirPost ist ein Peer-to-Peer-Fulfillment-Netzwerk: Onlineshops lassen ihre Bestellungen von verifizierten Menschen in der Nähe ihrer Kunden verpacken und zum Paketshop bringen, die dafür von zu Hause aus pro Paket bezahlt werden. Kein Lager, keine Mindestbestellmenge.

Das Modell zu erklären ist eine Sache; was nach „Registrieren“ wirklich passiert, eine andere. Hier geht es um das Zweite: acht Schritte vom leeren Konto bis zum Paket vor der Tür deines Kunden, in der Reihenfolge, in der du ihnen begegnest.

Geschrieben für einen Shop, der das noch nie gemacht hat und in Deutschland verkauft. Hast du schon einen Versender und willst nur wissen, wie eine Bestellung läuft, spring zu Schritt sechs.

Wie versende ich Pakete innerhalb Deutschlands, ohne ein eigenes Lager zu haben?

Du brauchst einen Ort, an dem dein Bestand liegt, und jemanden, der packt. Ohne eigenes Lager gibt es dafür drei Wege: ein Fulfillment-Dienstleister mit Lager, Dropshipping über einen Lieferanten, oder ein Versender, der einen Karton deines Bestands bei sich zu Hause hat und pro Paket bezahlt wird.

Beim dritten Weg bleibt das Paket ein ganz normales Inlandspaket: Der Versender druckt das Label, auf dem der Name deines Shops steht, packt und gibt beim Paketshop ab. Dein Kunde sieht deinen Versender nirgends. Welcher Weg sich bei welchem Volumen rechnet, steht in Unter 100 Bestellungen im Monat: welches Fulfillment lohnt?.

Bevor du anfängst

  • Ein Produkt für den Anfang. Nicht dein Sortiment, sondern dein Bestseller.
  • Sein verpacktes Gewicht und seine Maße. Sie bestimmen die Paketgröße und damit den Tarif.
  • Eine grobe Zahl deiner Bestellungen im Monat. Die bestimmt die Größe des ersten Kartons.
  • Dein eigenes Verpackungsmaterial und Beilagen — sie reisen mit dem Bestand.
  • Deine Registrierung im Verpackungsregister LUCID, falls du noch keine hast.
  • Kein Vertrag, keine Angebotsanfrage, kein Integrationsprojekt. Alles unten machst du selbst, heute.

Verpackungsregister LUCID

Wer in Deutschland verpackte Ware an Endkunden verschickt, muss im Verpackungsregister LUCID registriert sein; für Versandverpackungen kommt die Beteiligung an einem dualen System dazu. Das bleibt deine Pflicht als Shop, auch wenn ein Versender für dich packt.

Die acht Schritte

  1. 1. Konto anlegen und Shop-Profil ausfüllen

    Ein Konto ist deine E-Mail-Adresse und ein Anmeldelink. Das Shop-Profil — Name, was du verkaufst, ein Link zu deinem Shop — sieht ein Versender, wenn du ihn anschreibst. Ohne Shop-Link bekommst du weniger Antworten; Versender schauen auch, wessen Ware sie ins Haus lassen.

  2. 2. Guthaben aufladen

    Sendungen werden aus einem Guthaben bezahlt, das du vorher auflädst, ab 5,00 €. Für einen ersten Monat mit zwanzig Bestellungen reichen ein paar Dutzend Euro. Den genauen Betrag siehst du bei jeder Bestellung, bevor du sie anlegst.

  3. 3. Einen Versender wählen

    Filtere nach Land, Paketgröße und Paketdienst. Auf der Karte: die Abzeichen (Verifiziert, Bankkonto geprüft, Anteil zugestellt), die übliche Übergabezeit, die Vergütung pro Größe, der Lagerplatz und Bewertungen anderer Shops. Schreib ihm, was du verkaufst und wie viel du erwartest.

  4. 4. Nur wenn der Karton über eine Grenze geht: Umsatzsteuer

    Bleibt dein Bestand in Deutschland, entfällt dieser Schritt. Legst du ihn bei einem Versender in Österreich, den Niederlanden oder Frankreich hin, brauchst du dort meistens eine Umsatzsteuer-Registrierung, ab dem ersten Stück; das OSS-Verfahren deckt das nicht ab. Kläre das mit deinem Steuerberater, bevor der Karton losgeht.

  5. 5. Den ersten Karton schicken und eintragen

    Nach der Absprache im Chat schickst du einen Karton als normale Sendung — etwa einen Monat Bestellungen dieses einen Produkts. Trag die Mengen unter Bestand ein, damit du und der Versender dieselbe Zahl sehen. Das ist der einzige Schritt, der Tage dauert.

  6. 6. Die Bestellung im Chat anlegen

    Eine Bestellung sind drei Entscheidungen: das Land des Kunden, der Versender (einer, oder mehrere gleichzeitig) und die Paketgröße mit dem Dienst — Paketshop, Paketstation oder Hauszustellung. Trag die Adresse ein oder lass Shopify das tun. Darunter steht der Gesamtbetrag: Label, Vergütung und Plattformgebühr.

  7. 7. Der Versender nimmt an, packt und kauft das Label

    Er sieht die Bestellung im Chat, nimmt an, packt aus deinem Karton und kauft das Label; der Betrag geht von deinem Guthaben ab. Die Adresse deines Kunden sieht er erst nach der Annahme. Sobald das Paket gescannt ist, sehen du und dein Kunde die Sendungsverfolgung.

  8. 8. Verfolgen, und wenn nötig stornieren

    Die Bestellung läuft durch ihre Status bis „zugestellt“. Soll sie nicht raus — Kunde storniert, falsche Adresse —, stornierst du, solange das Label nicht gescannt ist. Der Betrag kommt als Guthaben für die nächste Bestellung zurück. Nach dem Scan ist das Paket unterwegs, und aus einer Stornierung wird eine Retoure.

Was eine Stornierung zurückgibt

Eine stornierte Bestellung gibt ihren Betrag als Guthaben zurück, verfügbar für deine nächste Sendung — nicht als Geld auf deine Karte. Selbst aufgeladenes, nicht genutztes Guthaben kann zurück auf deine Karte. Das sind zwei verschiedene Knöpfe.

Was eine Bestellung kostet

PostenWer ihn festlegtBetrag
PaketdienstDie Tarifkarte, nach Größe, Dienst und LandSichtbar, bevor du die Bestellung anlegst
Vergütung des VersendersDer Versender, pro PaketgrößeRichtwert 2,25 € (kleines Paket)
PlattformgebührWir, pauschal pro Paket0,85 €
Lager, Einrichtung, Minimum—Keine
Das Fulfillment eines kleinen Pakets landet damit bei rund 3,10 €, plus Label.

Zum Vergleich mit Paketen über die Grenze, gemessen am 26. September 2026 für 2 kg: aus Deutschland nach Österreich 7,25 €, innerhalb Österreichs 6,30 €; aus Deutschland in die Niederlande 7,25 €, innerhalb der Niederlande 4,65 €. Die aktuellen Tarife pro Land stehen unter Länder, unsere Gebühr unter Preise.

Was im ersten Monat meistens passiert

  • Die erste Bestellung dauert länger als die zweite. Du lernst das Formular, der Versender dein Produkt. Rechne für die erste einen Tag extra; danach ist es Routine.
  • Eine Frage zur Verpackung kommt auf. Schick deine eigenen Kartons mit oder sag ausdrücklich, dass der Versender eigenes Material nimmt. Eine Absprache spart zehn Fragen.
  • Der Bestand geht schneller oder langsamer weg als gedacht. Schau Mitte des Monats unter Bestand nach und schick den zweiten Karton, bevor der erste leer ist.
  • Ein Paket hat ein Problem. Ein Scan kommt nicht, ein Kunde hat nichts bekommen. Dann reichen wir die Reklamation beim Paketdienst ein; die Prüfung dauert meist 5 bis 30 Tage.

So funktioniert das mit AirPost und Shopify

Mit Shopify fallen die Schritte sechs und sieben als Handarbeit weg. Airpost Order Link schickt jede bezahlte Bestellung an den Versender, der das Produkt hat, mit der Standard-Versandart, die du pro Produkt und Land gewählt hast, und schreibt die Sendungsnummer zurück in Shopify. Die Schritte eins bis fünf bleiben gleich; die Verbindung selbst ist ein Code. Wie das genau läuft, steht in Shopify-Fulfillment-App ohne Lager.

Alles, was ein Shop auf AirPost tun kann — Versender finden, Bestellungen verfolgen, Guthaben verwalten, Reklamationen einreichen —, steht auf Versand auslagern.

Häufige Fragen

Wie versende ich Pakete innerhalb Deutschlands, ohne ein eigenes Lager zu haben?

Du schickst einen Karton Bestand zu einem geprüften Versender in Deutschland, der jede Bestellung packt und bei DHL, DPD, GLS oder UPS abgibt. Du zahlst pro Paket den Tarif des Paketdiensts, die Vergütung des Versenders und 0,85 € Plattformgebühr — für ein kleines Paket rund 3,10 € plus Label.

Wie lange dauert es bis zur ersten verschickten Bestellung?

Registrieren, Profil, Guthaben und die Wahl eines Versenders dauern eine Stunde. Der Karton ist ein paar Tage unterwegs. Liegt er beim Versender im Regal, kann die erste Bestellung am selben Tag raus.

Wie viel Guthaben brauche ich?

Ab 5,00 €. Für einen ersten Monat mit zwanzig kleinen Paketen reichen ein paar Dutzend Euro. Den genauen Betrag siehst du bei jeder Bestellung vorher.

Unterschreibe ich einen Vertrag?

Nein. Kein Vertrag, kein Minimum, kein Abo. Aufhören heißt, deinen Bestand zurückzufordern; er ist innerhalb von 14 Tagen wieder bei dir.

Wer kauft das Label?

Der Versender, in der App, wenn er die Bestellung packt. Der Betrag geht von deinem Guthaben ab; du hast ihn beim Anlegen gesehen.

Kann ich eine Bestellung stornieren?

Ja, bis der Paketdienst das Label scannt. Der Betrag kommt als Guthaben für deine nächste Sendung zurück.

Quellen

Acht Schritte, sieben davon dauern Minuten. Der übrige ist ein Karton unterwegs.

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